Neuendettelsau

im Wandel der Zeit

Diakonie Neuendettelsau

 Am 9. Mai 1854 gründete Johann Konrad Wilhelm Löhe im Gasthof zur Sonne die Diakonissenanstalt in Neuendettelsau. Seit diesem Zeitpunkt erfuhr sie eine stetige Entwicklung! Aufgrund dieser, kamen immer mehr freie Mitarbeiter die keiner Gemeinschaft angehörten. Somit wurde 1974 mit Satzungsänderung aus der Diakonissenanstalt Neuendettelsau das Evangelisch - Lutherische Diakoniewerk Neuendettelsau. Heute ist die Diakonie Neuendettelsau mit über 7200 Mitarbeitern ein europaweit agierender Sozialkonzern.

 

Mutterhaus

Bereits am 12. Oktober 1854 konnte man die Einweihung des Mutterhaus feiern. Im Jahr 1884 wurde das Mutterhaus aufgestockt. Der Ostflügel wurde 1891 fertiggestellt und im Jahr 1931 wurde der Westflügel erneuert. 2010 wurde das Mutterhaus neu (blau) gestrichen.


Christophorus-Heim (Bereich Wohnen)

Am 11. August 1864 wurde das Christophorus-Heim als "Blödenanstalt" errichtet. Mit dem Bau des Pflegeheims Friedenshort im Jahr 1928 wurde die Einrichtung in "Pflegeanstalt 1", später in Heilerziehungsheim umbenannt. Im Jahr 2004 wurde das alte Hauptgebäude abgerissen und alle Einrichtungen der Behindertenhilfe in den "Bereich Wohnen" zusammengefasst.

Anstaltskirche (St. Laurentius)

Nachdem der Betsaal (erbaut zwischen 1857 und 1859) für die stark wachsende Diakonissenanstalt zu klein wurde, entschloss man sich eine neue große Kirche zu bauen. Am 21. April 1885 wurde der Grundstein gelegt und am 29. Juni 1887 konnte die neue Kirche eingeweiht werden. Bereits im Jahr 1905 musste die Kirche zum ersten Mal, im Jahr 1916 zum zweiten Mal erweitert werden.

Von 1928 - 1930 wurde die Kirche erneut wegen Platzmangels nach Plänen des Architekten German Bestelmeyer umgebaut. Am 20. August 1930 konnte Richtfest gefeiert werden und am 02. November 1930 wurde die neue Kirche eingeweiht. Im Jahr 1973 wurde sie renoviert.

Schulzentrum

Unter Rektor Hermann Bezzel (1891 - 1909) wurde in den Jahren 1902 -1903 das neue Schulhaus errichtet. Nachdem am 02. Mai 1902 der Grundstein gelegt wurde, konnte bereits am 02. Oktober 1902  Richtfest gefeiert und am 01. September 1903 das neue Gebäude eingeweiht werden. Der erste größere Umbau geschah in den Jahren 1966 - 1969. Seit 2010 wird das Schulhaus erneut umgebaut, modernisiert und durch zwei Anbauten vergrößert.

 

Frauen- und Männerspital

Die Anfänge der Neuendettelsauer Krankenhaus - Geschichte beginnt mit dem Bau des Männerspitals im Jahre 1867 und dem Frauenspitals 1869.

Krankenhaus (Clinic Neuendettelsau)

1907 wurde dann am Ortsrand (Heilsbronner  Straße) mit dem Bau das Krankenhaus begonnen. Im Jahr 1909 konnte es bereits eingeweiht werden. Der erste größere Umbau erfolgte dann im Jahr 1956. Mit dem Bau in seiner heutigen Form begann man 1994. 2007 war dann das neue Krankenhaus, die Clinic Neuendettelsau, fertig. Einen weiteren Anbau gab es dann im Jahr 2010.

Friedenshort

Erbaut wurde der Friedenshort 1928 als Pflegeanstalt 2. Richtfest konnte man am 28. September 1927 feiern und ein Jahr später, am 05. September 1928, die Einweihung. Am 01. April 1936 wurde dann die Pflegeanstalt 2 in "Kurheim Friedenshort" umbenannt. Während des 2. Weltkriegs wurde der Westflügel als Lazarett genutzt, ab 1944 auch als Mutter-Kind-Heim.

Nach dem Krieg wurde das Gebäude als Kinderheim, Lazarett und "Signal-Corps-School" durch die amerikanischen Streitkräfte genutzt. Im Jahr 1946 wurde die Einrichtung wieder an die Diakonissenanstalt übergeben. Bis 1970 beherbergte der Friedenshort die Kinderkrankenpflegeschule, das katechetische Seminar und ein Altenheim. Danach wohnten hier Kinder mit schwerer geistiger und körperlicher Behinderung. 2013 wurde dann der Friedenshort generalsaniert und seit 2015 wird es vom Förderzentrum St. Martin genutzt.

Hospiz (Besucherzentrum)

Im Sommer 1880 wurde das Gasthaus "Zum Anker" von der Diakonissenanstalt gekauft. Damit übernahm die Anstalt auch den Betrieb des Post- und Telegrafenamtes. In den 1980er Jahren wurden dann Teile des Hospizes abgerissen und der Rest des Gebäudes für das Öffentlichkeitsreferat und das Besucherzentrum der Diakonie Neuendettelsau renoviert.

Erholungshaus Jakobsruh

Errichtet wurde das Hofgut von 1770 bis 1773 durch den Heilsbronner Klosterverwalter Jakob Weinhardt. Schon im ersten schriftlichen Beleg aus dem Jahr 1794 wurde das Hofgut nach dem Vornamen seines Besitzers "Jacobs Ruh" benannt. Zusätzlich gab es den Flurnamen "Altenwöhr". 1793 wurde bei der Vergabe der Hausnummern durch die preußische Verwaltung die Jakobsruh Wollersdorf zugerechnet. Ab 1808 gehörte die Jakobsruh zum Steuerdistrikt Aich, ab 1810 auch zur neugebildeten Ruralgemeinde Aich. 1818, anlässlich des zweiten Gemeindeedikts, ging sie zur neugebildeten Ruralgemeinde Haag über.

1836 ging die Jakobsruh in den Besitz des Oberpostmeisters von Axtheim über. 32 Jahre später kaufte der Landwirt Georg Geiselbrecht das Hofgut. Im Jahr 1897 erwarb dann die Diakonissenanstalt Neuendettelsau die Jakobsruh und betrieb dort eine Gastwirtschaft. Gleichzeitig wurde das Schwesternerholungsheim errichtet.

1967 musste aufgrund von Baufällligkeit das Hofgut und die Gastwirtschaft abgerissen werden, das Erholungshaus besteht noch.

1972 wurde die Jakobsruh nach Neuendettelsau eingemeindet.

 weitere Gebäude


Rektoren der Diakonissenanstalt / Diakoniewerks

 

Name

 

 

Amtszeit

 

Wilhelm Löhe (1808 - 1872)

1854 - 1872

Friedrich Meyer (1832 - 1891)

1872 - 1891

Hermann v. Bezzel (1861 - 1917)

1891 - 1909

Wilhelm Eichhorn (1846 - 1923)

1909 - 1918

Hans Lauerer (1884 - 1953)

1918 - 1953

Hermann Dietzfelbinger (1908 - 1984)

1953 - 1955

Theodor Schober (1918 - 2010)

1955 - 1963

Johannes Meister (1926 - 2014)

1963 - 1975

Heinz Miederer (1928 - 1990)

1975 - 1990

Hermann Schoenauer (*1950)

1990 - 2015

Mathias Hartmann (*1966)

seit 2015

 

Vorsteherinnen /Oberinnen

der Diakonissenanstalt / Diakoniewerks

 

Name

 

 

Amtszeit

 

 

Amt

 

Helene von Meyer

1854- 1858

Vorsteherin

Karoline Rheineck (1811 - 1855)

1854 - 1855

Vorsteherin

Amalie Rehm (1815 - 1883)

1854 - 1858

Vorsteherin

Amalie Rehm

1858 - 1883

Oberin

Therese Stählin (1839 - 1928)

1883 - 1921

Oberin

Selma Haffner (1878 - 1965)

1921 - 1950

Oberin

Elisabeth Kiefer (1889 - 1954)

1950 - 1955

Oberin

Margarethe Hoffmann (1907- 1984)

1955 - 1974

Oberin

Hildburg Friese (*1918)

1974 - 1983

Oberin

Irmtraud Schrenk (*1936)

1983 - 2001

Oberin

Friederike Bergmann (*1938)

2001 - 2003

Oberin

Erna Biewald (*1955)


seit 2003

Oberin